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17.11.2017 08:00 (Wirtschaft)
» Textilausbildung in Plauen konzentrieren «
(MT) ANNABERG-BUCHHOLZ: Bei einem Branchentag der Textil- und Bekleidungsindustrie der Region Erzgebirge-Vogtland gehörte am 8. November in Annaberg-Buchholz die Berufsausbildung zu den Schwerpunktthemen des Treffens. Der Verband der Nord-Ostdeutschen Textil. Und Bekleidungsindustrie machte neue Pläne diesbezüglich öffentlich. Die Berufsausbildung soll nach Ansicht des vti künftig für ganz Ostdeutschland in Plauen konzentriert werden.
Dr. Peter Werkstätter (Bild), vti-Geschäftsführer: "Das Hauptproblem ist, dass die bestehenden Kapazitäten relativ zersplittert sind. Es gibt sehr viele Standorte, die nicht alle den neuen Bedingungen unserer Industrie entsprechen. Die klassische Textilausbildung ist heute nicht mehr das Einzige, weil auch angrenzende Industriebereiche hineinspielen. Daher müssen Inhalte in der Lehrausbildung verändert werden. Das kann man nur in einem Kompetenzzentrum leisten, wie wir das in Südwestsachsen in Plauen vorhaben."
In der ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie haben in diesem Jahr 245 junge Menschen eine gewerbliche Berufsausbildung begonnen. Das bedeutet eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Dennoch konnten nicht alle Lehrstellen besetzt.
Der vti hat mit Blick auf zeitgenäße Ausbildungsbedingungen den zuständigen Ministerien und Behörden empfohlen, die textile Aus- und Weiterbildung der neuen Bundesländer in Plauen zu konzentrieren. Ähnliche Wege gehe man in Textilregionen in Bayern-Franken sowie in Nordrhein-Westfalen, wo in diesem Sinne bereits Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe auf den Weg gebracht worden seien. Warum sieht der vti in Plauen den richtigen Ort für das Kompetenzzentrum in Sachen Ausbildung?
Dr. Peter Werkstätter: "Es existieren schon maßgebliche Elemente. Wir haben ein sehr leistungsfähiges Berufsschulzentrum in Plauen, wir haben die Fördergesellschaft für berufliche Bildung in Plauen, wir haben eine Berufsakademie in Plauen, wir haben in unmittelbarer Nähe die Westsächsische Hochschule in Zwickau mit der Verbundausbildung zum Master in Chemnitz. Das sind ideale Voraussetzungen. Diese Elemente muss man jetzt zusammenfügen und sicherlich auch um einige Elemente ergänzen."
Und noch etwas spricht für Plauen: In den neuen Bundesländern befinden sich derzeit insgesamt mehr als 1.000 Jugendliche in einer textilen Berufsausbildung. Die überwiegende Mehrheit davon lernt in Sachsen. (Bildquelle: KJ/Michael Burkhardt)
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